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Hass und Hetze gegen Frauen im Netz



Sieben Frauen haben mit dem SPIEGEL über ihre Erfahrungen gesprochen. Sieben Protokolle über Anfeindungen, Hetze, Morddrohungen.



»Was Hass betrifft, bin ich ein Elfmeter ohne Torwart: Schwarz, Frau, Mutter«

Autorin und Aktivistin Jasmina Kuhnke alias »quattromilf« musste umziehen, nachdem Nazis ihre Adresse im Netz veröffentlichten.

Foto: Marvin Ruppert

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Autorin Kübra Gümüşay steht auf der Abschussliste von Rechten. Weil sie sich in Deutschland nicht mehr sicher fühlte, zog sie nach Großbritannien und ist kaum noch online aktiv.

Foto: EMIN OZMEN / © Emin Ozmen / Magnum Photos

»Es ist oft der alte, weiße, wütende rechtslastige Mann, der mich beschimpft«

Sexualisierter Hass bis hin zu konkreten Vergewaltigungsfantasien: Für die Fridays-for-Future-Aktivistin Carla Reemtsma ist das keine Seltenheit.

Foto: Christoph Hardt/ IMAGO

Der größte Shitstorm gegen Aktivistin Melodie Michelsberger kam überraschend – als sie den Wunsch nach einer dicken Disneyprinzessin äußerte.

Foto: Gene Glover / DER SPIEGEL

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»Ich will die Opferrolle nicht«

Politikerin Dorothee Bär (CSU) betreut ihre Social-Media-Kanäle selbst. Sie erhält viele Morddrohungen.

Foto: Gene Glover / DER SPIEGEL

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Das Pfefferspray ist für Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl zum täglichen Begleiter geworden. Auch ihre Kinder werden regelmäßig bedroht.

Foto: Fabian Weiss / DER SPIEGEL

»Es ist, als wäre ich in einem permanenten Kampfmodus«

»Wenn du nichts mehr sagst, dann haben die genau das erreicht, was sie wollten«

Viele haben der Virologin Melanie Brinkmann zwischen all dem Hass auch Mut zugesprochen. Das motivierte sie, die Politik weiter in der Coronapandemie zu beraten.

Foto: Sebastian Dorbrietz / DER SPIEGEL

Für die meisten Täterinnen und Täter bleibt ihr Handeln nach wie vor folgenlos. Frauen ziehen sich deshalb aus dem politischen Diskurs immer mehr zurück. Was nun Hoffnung verspricht:

––Die Hassprotokolle

Foto: Sebastian Gollnow/dpa