Daniel Gräber*, 15, hat es nicht leicht. Beim Fußball wird er gemobbt, in der Schule läuft es schlecht. Dann stößt er auf eine dubiose Online-Trader-Akademie, die schnellen Reichtum verspricht.

Illustration: Matthias Schardt / DER SPIEGEL

–-»Bock auf die Malediven? Ich buch den Privatjet«

275 $

So hoch ist die maximale Mitgliedsgebühr, die für Daniels Finanzakademie jeden Monat fällig werden kann. Man bekommt vor allem Motivationstrainings. Verdient hat Daniel bislang nichts. 

Aber Daniel findet die Stimmung auf der Plattform gut. Er müsse nur lang genug durchhalten, hört er. »Dann heißt es take, take, take.« Beim Abendessen verschwindet er bald in seine Calls.

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»Dann hol ich die Polizei«

Das Verhältnis zwischen Daniel und seinen Eltern verschlechtert sich, als der Junge nicht mehr zur Schule gehen will, berichten sie. Sie versuchen, ihn von der Akademie loszubekommen. Erfolglos.

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DER SPIEGEL spricht mit Daniel und seinen Eltern, recherchiert monatelang. So wird es möglich, zu beschreiben, wie Daniel sich immer tiefer in die zwielichtige FInanzorganisation hineinziehen lässt – und wie das die Familie verändert.

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