Deutschland steht vor der größten Krise der Nachkriegszeit. Pandemie, Ukrainekrieg und Inflation bedrohen den Wohlstand. Viele Menschen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.

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–-Angst vor dem Abstieg

»An Tag 23 ist alles weg. Wenn am Ende des Geldes noch Monat übrig ist, wird es brenzlig«

Jens Diezinger und Carolin Witter-Diezinger sind Eltern von fünf Kindern – »selbst schuld«, bekommen sie öfter zu hören.

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Seitdem die Preise gestiegen sind, kauft die Familie weniger Nahrungsmittel ein. So wie viele andere: 39 Prozent der Deutschen wollen in diesem Bereich sparen, wie eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung ergab.

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Teurer Alltag

Preisveränderungen

seit Januar 2017

Quelle:​ ​Destatis

Dagmar Neiser lebt von 917,82 Euro Rente im Monat. Wenn sie einen Wunsch frei hätte, würde sie mit ihrem kranken Mann für einen Tag in die Therme fahren. Aber dafür reicht das Geld nicht.

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»Ich glaube, dass bald noch weniger Menschen angemessen von der Rente leben können«

Sie sei froh, nicht mehr jung zu sein, sagt Dagmar Neiser.

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13,8

Menschen in Deutschland waren im Jahr 2021 arm. Das sind so viele wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr – und da spielte der Ukrainekrieg noch gar keine Rolle.

Mio.

Die Preise klettern in die Höhe und viele Menschen können sich ihr bisheriges Leben nicht mehr leisten. Was, wenn der Mittelschicht das Geld ausgeht?

––Unter dem Strich

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