– Wie ukrainische Geflüchtete in Europa ausgebeutet werden 

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Seit Beginn des russischen Angriffskriegs suchen zahlreiche Ukrainer:innen in Europa Zuflucht – und Arbeit. SPIEGEL-Recherchen zeigen, wie Geschäftsleute

die Notlage von Frauen ausnutzen. Hier erzählen Betroffene: 

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»Ich wusste nicht, wohin.«

Anschelika Larionowa flüchtete in die Slowakei. Als Fabrikarbeiterin sollte sie 4,50 Euro die Stunde bekommen. Ihr Arbeitgeber verschaffte ihr einen Schlafplatz in einer heruntergekommenen Unterkunft: »Es war schrecklich«.

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Eine NGO-Mitarbeiterin holte Larionowa raus. Über Wochen hinweg ließ sich offenbar eine Geschäftsperson das Geld auszahlen, das der slowakische Staat für die Unterbringung von Larinowa und anderen Geflüchteten bereitgestellt hatte. 

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Karina und Nastia, die in Wirklichkeit anders heißen, renovierten ein Hotel im Kurort Bad Pyrmont mit. Bezahlt wurden sie dafür nie. Inzwischen leben sie bei einem deutschen Ehepaar, das es gut mit ihnen meint. 

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Die Leiharbeitsfirmen dementieren die Vorwürfe, die Geflüchteten auszubeuten. Doch in einigen Fällen können Betroffene mit Videoaufnahmen ihre Vorwürfe beweisen. 

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Die EU brüstet sich, ukrainische Geflüchtete mit offenen Armen zu empfangen. Doch in der Realität geraten Betroffene oft an Ausbeuter. Einige Fälle grenzen an Menschenhandel. Was sich ändern muss: 

– »Dann sagte sie, dass wir kein Geld bekommen würden.«

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