Die Deutschen lieben ihren Rasen. Doch dieser braucht Dünger und Wasser, beides Mangelware. Im Sommer sind viele Flächen verdorrt. Doch ist das wirklich ein Verlust?

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–-Die Graskrise

Kurze Schur, saubere Kanten, einheitliches Grün – bisher war ein gepflegter Rasen im Garten der Code für: Hier hat jemand die Dinge im Griff.




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Nun bedeutet es: Hier lebt ein Besitzer stur in der Vergangenheit.

»Der Otto-Normal-Vorstellung nach hat ein Garten wie geleckt auszusehen.«

Naturgartenplanerin Carina Hagedorn sagt: Vielen ihrer Kunden sei der Gedanke fremd, mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie.

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von Deutschland sind schätzungsweise von Rasen bedeckt. Das sind 1,8 Millionen Hektar.

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Schon im grünen Zustand bietet Rasen kaum Lebensraum für nützliche Tiere und Insekten. Außerdem muss er konstant bewässert und gedüngt werden – und stirbt in den immer häufiger auftretenden Dürreperioden ab. Naturgärten überleben Schwankungen häufig besser.

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Eine seit 20 Jahren laufende Langzeitstudie aus Jena zeigt, wie viel sparsamer, vielfältiger und widerstandsfähiger bunte Gärten im Vergleich zum Rasen sind. Selbst Fluten und Dürren überleben sie.

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»Wildpflanzen sind Überlebenskünstler.«

Carina Hagedorn, Naturgartenplanerin, über das Durchhaltevermögen der Natur in Dürreperioden.

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Wie der Verzicht auf Rasen und Mähen aus teuren und toten Gärten bunte Paradiese machen kann:

––Grüner auf der anderen Seite

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