Mit 18 wurde er Fußballprofi, später Vereinstrainer, dann DFB-Coach: Joachim Löw blickt auf eine lange Karriere zurück. Wie geht es ihm ohne den Fußball?

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–-Das Leben danach 

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1974 war die erste WM, die Löw bewusst verfolgte. »Da war ich selbst ja schon Spieler«, sagt er dem SPIEGEL. Alles hatte von da an ein festes Ziel: Nationalspieler werden.

Foto: Bongarts/Getty Images (Löw 1981)

Löws wichtigste Erfolge: 

• 17 Jahre lang war er Co- und Chefcoach beim DFB.

• Als Bundestrainer führte er Deutschland durch drei Welt- und vier Europameisterschaften.

• 2014 gewann er mit der DFB-Elf in Brasilien den WM-Titel.

Löw hat alles erlebt, was man beim Fußball erleben kann. Triumphe, Tragödien, Euphorie, Verzweiflung. Er musste auch feststellen, was der Fußball ihm verwehrt hat. 

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»Man ist wie ein Dirigent eines großen Orchesters, das perfekt zusammenspielen muss.«

Je näher er dem Spiel kam, das er liebte, desto mehr wurde aus dem Spaß Arbeit. Löw fand keine Ruhe, um sich über Erfolge zu freuen.

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Löw war als Bundestrainer besessen davon, besser und schöner zu spielen. Er studierte andere Mannschaften, andere Fußballkulturen.

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»Ich war die ganze Zeit so fokussiert, so konzentriert und auch irgendwie angespannt während eines Turniers, dass ich es nie so richtig miterleben konnte, was außen herum passiert«, sagt Löw.

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2021 gab Löw das Amt als Chefcoach ab, nach der missglückten EM. Es ist ihm nicht leichtgefallen, sich von dieser Rolle zu lösen.

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»Man merkte, es fehlt ein bisschen was.«

In den Wochen, als die DFB-Elf wieder zu spielen begann, ohne ihn, wurde er unruhig. Löw sagt: 

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Er sei inzwischen im Reinen damit, sagt Löw. Die WM in Katar will er »von außen« miterleben. Und wiederfinden, was ihn als Kind faszinierte. 



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Aber gibt es das überhaupt noch?

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